Service-Navigation

Suchfunktion

KLETTER-UND SCHUTZKONZEPTION

Klettern soll gleichermaßen naturnah wie naturverträglich sein. Zur Reduzierung von Störungen
und Belastungen werden deshalb an den Kletterfelsen Maßnahmen zum Schutz der Flora und Fauna ergriffen. An der Ausarbeitung und Umsetzung der spezifischen Schutzmaßnahmen sind Kletterer und Kletterverbände aktiv beteiligt.

Kletter- und Schutzkonzeptionen

 

 

 

 

 

Kletter- und Schutzkonzeptionen

 

 

 

 

 


 Kletter -und Schutzkonzeption am Beispiel Schaufelsen.
Grafik Ott/Panico


Differenzierte Lösungen

Die Idee der lokalen Schutzmaßnahmen ist nicht neu. Bereits in den 50er Jahren gab es zeitliche Kletterverbote an Brutfelsen von Wanderfalken. Die Zunahme des Kletterns, aber auch ein verstärktes Umweltbewußtsein und das strenge Biotopschutzgesetz machten in den 90er Jahren an vielen Kletterfelsen umfassende Schutzkonzeptionen notwendig. Die differenzierten Betretungs- und Kletterregelungen sind auf die ökologischen Verhältnisse, das Vorkommen von schutzbedürftigen Tier- und Pflanzenarten und deren Schutzbedarf sowie auf die tatsächlichen und potentiellen Belastungen abgestimmt. Die Basis von differenzierten Lösungen sind umfangreiche biologische Bestandsaufnahmen an den Kletterfelsen.

Durch die Verknüpfung aufeinander abgestimmter Maßnahmen wie Besucherlenkung am Felsfuß, Beruhigung größerer Felsbereiche, Rückbau von einzelnen Routen, Anbringen von Umlenkhaken oder zeitlichen Sperrungen kann ein hohes Maß an Arten- und Biotopschutz erreicht werden. Die Erfahrung zeigt, daß auch an bekletterten Felsen die Bestände gefährdeter Arten wie Traubensteinbrech, Felsenhungerblümchen und Wanderfalke nachhaltig geschützt werden können. Durch differenzierte Lösungen konnten in vielen Fällen Totalsperrungen von Felsen vermieden werden. Ganz entscheidend ist jedoch die eindeutige Umsetzung vor Ort und die konsequente Einhaltung
der Regelungen durch die Kletterer.

Schutzmaßnahmen an Kletterfelsen

Besucherlenkung:

  • Anlegen von Zustiegspfaden
  • Rückbau von unnötigen Wegen
  • Beschilderung von Zu- und Abstieg
  • Einrichten von Abseilstellen
  • Ausweisung von Rucksackdepots

Räumliche Einschränkungen:

  • Rückbau von Kletterrouten
  • Schaffung beruhigter Felsbereiche
  • Betretungsverbot des Felskopfes (Umlenkhaken)
  • Verbot der Erschließung neuer Routen
  • Bündelung von Ein- und Ausstiegen

Zeitliche Einschränkungen:

  • jährliche Sperrungen während der Brutzeit
  • flexible Sperrungen im Bedarfsfall

Kletterund Schutzkonzeptionen [Diese Seite als PDF 120 KB]


Fußleiste