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SCHUTZ DER FELSEN

Schutz der FelsenNatürliche Höhlen, Felsen, Block- und Geröllhalden gelten in Baden-Württemberg als gefährdete Biotoptypen. Die Biotope sind durch direkte Vernichtung (Flächenverlust) und durch qualitative Veränderungen (schleichende Degradierung) aufgrund unterschiedlicher Gefährdungsfaktoren bedroht. Viele Vertreter der Felsfauna und -flora werden in den Roten Listen der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten geführt. Felsen und ihre Lebensgemeinschaften brauchen Schutz.
 

Grundsätzliche Gefährdungen von Felsen:

  • Stickstoffeintrag durch die Luft
    z.B. Düngung von Magerstandorten
  • intensive Forstwirtschaft im direkten Umfeld der Felsen
    z.B. Aufforstung von Blockhalden, Freistellungen von Felsen
  • hoher Wildbestand
    z.B. Verbiss durch Gämsen
  • Zerstörung von Felsen durch Sicherungsmaßnahmen
    z.B. Sprengung, Betonversiegelung bei der Sicherung von Verkehrswegen
  • Nachstellen von Arten
    z.B. Aushorstung von Wanderfalken
  • ungelenkte Freizeitaktivitäten
    z.B. Trittbelastung und Lärm durch Klettern und Wandern
     

Naturschutzgesetz

Das Naturschutzgesetz von Baden-Württemberg erklärt alle Felsen generell zu „besonders geschützten Biotopen“. Felsen können unabhängig davon auch als Naturdenkmal oder als Bestandteil eines Naturschutzgebiets unter Schutz gestellt werden. Viele Felsen, darunter auch die meisten Kletterfelsen, liegen in NATURA 2000-Gebieten.

Geschützte Felsen:

  • „Besonders geschützte Biotope“
    § 32 Naturschutzgesetz Baden-Württemberg
  • Naturdenkmale
    § 31 Naturschutzgesetz Baden-Württemberg
  • Naturschutzgebiete
    § 26 Naturschutzgesetz Baden-Württemberg
  • NATURA 2000
    § 36 Naturschutzgesetz Baden-Württemberg

An gefährdeten Felsbiotopen sind neben anderen Schutzmaßnahmen auch Regelungen für Sport- und Freizeitaktivitäten notwendig. Das naturverträgliche Klettern in Baden-Württemberg regelt eine landesweite Kletterkonzeption. Von den über 2000 Felsen (manche Schätzungen gehen Richtung 4000 Felsbildungen im Lande) sind rund 200 Felsen für das Klettern freigeben – viele davon nur mit räumlichen und zeitlichen Einschränkungen.

Link öffnet neues FensterNaturschutzgesetze Land und Bund 

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