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KOLKRABE

(Corvus corax) 

 

KOLKRABE



Systematik 



Der Kolkrabe gehört zur Familie der Rabenvögel (Corvidae). 

Merkmale 

Der schwarz gefärbte Kolkrabe ist mit bis zu 65 cm Körpergröße der größte Rabenvogel. Er ist durch seine Größe, durch den im Flug keilförmigen Schwanz sowie durch seinen tiefen „Krorrk”-Ruf gut zu erkennen. Der Flug wirkt wuchtig, der Vogel segelt gerne, zur Balzzeit können akrobatische Flugspiele beobachtet werden. 

Vorkommen 

Der Kolkrabe kommt in vielen Gebieten der Nordhalbkugel vor. Er brütet weltweit in den nördlichen Breiten von den Tieflagen bis in die Hochgebirgsregionen. In Baden- Württemberg wurde er durch direkte Verfolgungen um etwa 1900 ausgerottet. Ab etwa 1950 erfolgte die Wiederbesiedelung aus dem Alpenraum und 1968 kam es wieder zu ersten Bruten. Heute existieren zahlreiche Brutgebiete im Alpenvorland, auf der Schwäbischen Alb, in den Oberen Gäuen und im Schwarzwald. 

Lebensraum 

Der scheue Kolkrabe besiedelt meist abgelegene felsenreiche Täler mit offenem Gelände. In Felsgebieten brütet er ausschließlich an Felsen, im Alpenvorland legt er auch Baumhorste an. Der Kolkrabe ist ein Standvogel mit z.T. weitem Aktionsradius um seine Brutreviere. 

Biologie 

Der Kolkrabe beginnt im Januar mit der Balz, die bis in den März hinein anhalten kann. Die Brutpaare wählen bewährte Horstplätze oft wiederholt aus. Im März ist Hauptlegezeit. Ein Gelege hat durchschnittlich 5 Eier. Die Brutdauer beträgt 18 bis 21 Tage, Schlüpfzeit ist April. Die Jungvögel bleiben etwa 40 Tage im Nest. Die Familie bleibt danach noch drei Monate zusammen. Die Art ernährt sich vor allem von Mäusen, aber auch von Insekten, Aas, Pflanzensamen und Früchten. Kolkraben sind intelligente Vögel und sehr lernfähig. Ihr Verhaltensrepertoire, v.a. ihre Rufe und Lautäußerungen sind sehr vielseitig. In Gefangenschaft können die Tiere über 60 Jahre alt werden. 

Gefährdung & Schutz 

Der Kolkrabe ist vor allem durch Störungen am Brutplatz sowie durch ungeschützte Masten von Mittelspannungsleitungen gefährdet. Abschuss und Ausnehmen von Horsten ist heute selten geworden, die Art ist jagdrechtlich durch eine ganzjährige Schonzeit geschützt. In der Roten Liste (B.-W.) ist der Kolkrabe als „gefährdet” eingestuft. Durch zeitliche Kletterverbote während der Brutzeit, Abschirmung von Strommasten und die ganzjährige jagdliche Schonzeit werden sich die Bestände weiter ausbreiten können. 


Steckbrief Kolkrabe [PDF 150 KB]

 

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